Ganz unten, wir wollen jedes Spiel gewinnen.

(wiet) Buddelt man tief im Tabellengefüge des Handballs, dann gelangt man irgendwann zur 4. Kreisklasse. Und dort findet sich auf dem achten von elf Plätzen derzeit die vierte Mannschaft der PSV und bildet damit den lokalen Bodensatz. Eine Tatsache, die der Teamverantwortliche Bruno Lange zähneknirschend zur Kenntnis nehmen muss, aber er schiebt sofort hinterher: "In der letzten Saison war der HSC Eintracht III noch hinter uns." Was er nicht ausspricht, obwohl er es vielleicht wollte, ist: Das soll auch wieder so werden.

 

Immerhin hat die Mannschaft in der laufenden Spielzeit schon zwei Siege erringen können, "das war zu Beginn, als wir noch vollzählig waren". Womit indirekt auch schon das sportliche Hauptproblem angesprochen ist: "Personell haben wir momentan Schwierigkeiten, vor allem im Rückraum."

Nun muss man wissen, dass es im Handball ein bisschen anders zugeht als im Fußball, wo es reine Alt-herren- und auch Altliga-teams gibt. Das ist im Handball nicht der Fall, dort sammeln sich die älteren, aber noch leistungswilligen Spieler in den unteren Ligen. Entsprechend hoch ist auch der Altersdurchschnitt bei der PSV IV: Der Jüngste ist zwar gerade erst 26 Jahre alt, aber dafür gibt es einen, der auch noch mit 63 Jahren auf dem Platz steht: Das ist Bruno Lange selbst, Position: Tor. Und die Frage, ob er sich das noch lange antun will, bürstet er ganz schnell weg: "Ich bin fit". Und beim Training ist er auch noch immer, wenn er kann. Das findet jeden Mittwoch in der Halle des Marie-Curie-Gymnasiums statt, wird von einem der erfahreneren Akteure geleitet, die Beteiligung liegt zwischen sechs und zwölf Mann.

Einen derart festen Termin hätte die Mannschaft auch gerne für ihre Heimspiele, aber als Viertvertretung ist man im Verein so etwas wie Verschiebemasse. "Wir spielen, wenn sich irgendwo eine Lücke im Hallenzeitplan ergibt", erklärt Lange, der gerne zugibt, dass das "Bierchen danach" zum festen Ritual gehört. Und darfs auch ein zweites sein? Lange grinst und meint: "Wir sind Vollprofis: "Keinen Zweifel lässt er jedoch an der grundsätzlichen Leistungsbereitschaft der Mannschaft zu: Wir wollen jedes Spiel gewinnen." Was im Umkehrschluss bedeutet: Niederlagen schmerzen noch immer, so auch die jüngste, die mit 20:32 gegen den Spitzenreiter SG Suderwich II recht deftig ausfiel. Langes Erklärung leuchtet jedoch sofort ein: "Die hätten alle meine Enkel sein Können."

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