Befreiungsschlag für die PSV

RECKLINGHAUSEN.

Dessen Team hatte offenbar die Zeichen der Zeit erkannt, startete konzentriert in die Partie. Basis des Erfolgs, den die Hausherren mit einer raschen 4:0-Führung einleiteten, war die Abwehr. Kaum einmal, dass der TuS zum Zuge kam. Wenn, dann ging es ausschließlich über den Kreis: Sieben der zehn Hattinger Treffer vor der Pause wurden von dieser Position erzielt.Was der PSV zudem gelang: In der Phase, als es eng zu werden drohte, knickte sie nicht ein. Hinten verrichteten die 6:0-Abwehr und ein ganz starker Niklas Bell zwischen den Pfosten hervorragende Arbeit. Bell wehrte in den ersten 30 Minuten nicht nur zahlreiche Würfe aus dem Feld ab, sondern auch noch drei Siebenmeter dazu. Eminent wichtig etwa der beim Stande von 10:7. Kurze Zeit später geriet sein Team in Unterzahl, und auch diese Phase überstand die PSV. Aber nicht nur: Ihr gelangen auch noch drei Treffer in dieser Unterzahlphase, zwei davon durch Frederik Bell, mit zwölf Treffern der überragende Werfer des Spiels. Als der zum Kreisläufer umfunktionierte Mittelmann Pascal Fischer einen sehenswerten Dreher vom Raum zum 14:9 ins Tor warf (24.) und Niklas Bell seinen dritten Siebenmeter hielt, war die Vorentscheidung gefallen.Nach dem Wechsel zog Recklinghausen schnell auf 20:11 (35.) davon, der Hattinger Widerstand erlahmte. Nur nicht der von Trainer Mike Düerkop, der sich nach 34 Minuten das Spielgeschehen von der Tribüne aus ansehen musste: Seine Bemerkung in Richtung des jungen Schiedsrichtergespanns („Ihr pfeift eine Scheiße“) brachte dem Hattinger Übungsleiter die Rote Karte ein, was auch beim eigenen Anhang für Unmut sorgte. Letzten Endes war Düerkops kleiner Fauxpas nur ein Zeichen der Hilflosigkeit, denn sein Team war an diesem Abend ganz einfach überfordert, nicht mehr und nicht weniger. Was Kai Müller nach langer Zeit wieder ein Lächeln ins Gesicht trieb: „Das war mal ein wirklich ordentliches Spiel von uns“, sagte der Recklinghäuser Trainer. Es könnte ein kleiner Befreiungsschlag gewesen sein, denn anders als in vielen Begegnungen zuvor gab es bei seinem Team diesmal keine signifikante Schwächephase. Müller: „Das Ergebnis tut natürlich auch gut. Man hat sofort gesehen, dass wir eine ganz andere Sicherheit im Spiel hatten.“
INFO PSV RE: N. Bell, Rietdorf – Fr. Bell (12), Kleine (2), Elsen (4/1), Brannekämper (3), Fischer (8), Hülsmann (1), Albers (4), Lange (1), Elpers (1), Schreiber, Berheide

Suchindex

Autoren

Sponsoren

Aus dem Förderverein

Bildungsspender

Kostenlos helfen!
Unser Verein PSV RE hat einen Spenden-Shop bei BILDUNGSSPENDER dem gemeinnützigen Fundraising-Portal

Weiterlesen ...