RE-Derby nichts für schwache Nerven

RECKLINGHAUSEN. Eine gehörige Portion Emotionen, großer kämpferischer Einsatz, Spannung und Dramatik pur bis in die Schlussminute. Handballherz, was willst du mehr?Das Verbandsliga-Lokalderby zwischen dem HSC Eintracht und der PSV Recklinghausen stürzte die Anhänger beider Lager in ein Wechselbad der Gefühle. Am Ende besaßen die Hausherren in der Heinrich-Auge-Halle vor 350 Zuschauern mit 27:24 (14:12) das bessere Ende für sich.



Die Gastgeber erwischten einen Klasse-Start und beherrschten anfangs das Recklinghäuser Gipfeltreffen deutlich. Dagegen erreichte die PSV nur langsam Betriebstemperatur.

In der Deckung gingen beide Teams überaus motiviert zur Sache, früh gab es Zeitstrafen, dabei traf es Thomas Brannekämper (PSV) früh doppelt. Folge: Bis zur zehnten Minute verschaffte sich der HSC bereits eine respektable 6:1-Führung.

Erst danach fanden auch die Schützlinge von Kai Müller besser in die Spur. Während die Süder bei Kontern klare Möglichkeiten verpassten, reagierten die „Polizisten“ auf der Gegenseite nun hellwach. Kai Sodys und Max Hülsmann nutzten Sorglosigkeiten der bis dahin betonartigen HSC-Defensive und versenkten Abpraller.

Mit 14:12 für das Team von Dieter Lenz wurden die Seiten gewechselt. Nach Wiederbeginn schien der HSC gedanklich noch in der Kabine.

Zwei eklatante Abspielfehler Jörg Schomburgs leisteten die Wende ein. Die Außen Markus Kleine sowie Max Hülsmann nahmen die Geschenke dankend entgegen und trafen zum 14:14 (33.).

Die Hausherren schienen geschockt und verfielen in Hektik. So „zog“ Nick Andersen gleich zwei „Fahrkarten“, auch Tim Strotmann (9 Treffer) vergab, und Routinier Markus Witkowski spielte einen Pass ins Niemandsland.

Diese Schwächeperiode rief die PSV nun vollends auf den Plan. Cedric Elsen von der Marke sorgte für die erste Führung der Gäste. Frederik Bell legte per Doppelpack zum 18:15 nach (39.).

Während dieser Phase wirkte die PSV dynamischer und auf einem guten Weg. Die Steilvorlage zum Matchball vermochten die Nordstädter dennoch nicht zu nutzen. Auch Pech war dabei, als beispielsweise Markus Kleines Wurf von der Lattenunterkante zurück ins Feld sprang.

Der HSC ließ sich nicht weiter abschütteln und fand über den Kampf zurück ins Spiel. Vor allem kaufte Torwart Stephan Haunert gleich mehrfach den PSV-Angreifern mit guten Paraden den Schneid ab.

Mitte des zweiten Durchgangs jagten Alexander Tesch sowie Tim Strotmann der PSV ihre kleines Polster wieder ab und egalisierten zum 20:20 (48.). Die Antwort der PSV: das 21:20 durch Pascal Fischer. Aber einmal in Schwung drehten Jörg Schomburg mit seinem ersten Treffer sowie Markus Witkowski und Tim Strotmann wieder das Spiel.

Stephan Haunert entschärfte zwei Distanzwürfe und hielt den Vorsprung fest. Wichtig aus Süder Sicht, dass Alexander Tesch in Unterzahl das 24:22 glückte (57.) Und dann war es Jörg Schomburg, der die PSV-Niederlage mit zwei Treffern zum 26:23 endgültig einleitete.

Die PSV will gegen die Wertung aber Einspruch einlegen, weil sie die Spielberechtigung Jörg Schomburgs nach dessen 14-tägiger Sperre anzweifelt.

Suchindex

Autoren

Sponsoren

Aus dem Förderverein

Bildungsspender

Kostenlos helfen!
Unser Verein PSV RE hat einen Spenden-Shop bei BILDUNGSSPENDER dem gemeinnützigen Fundraising-Portal

Weiterlesen ...